Wer hätte das gedacht, aber auch Hunde können eifersüchtig werden. Was Ihr gegen die Eifersucht tun könnt, verraten wir Euch hier!

Eifersucht bei Hunden kann zum Problem werden. Bei Eifersucht auf Partner, Babies oder andere Hunde kann das süßeste Schoßhündchen zum Monster werden. So könnt Ihr Eurem Hund die Eifersucht abgewöhnen:

1.) Der Hund darf nicht immer im Mittelpunkt stehen

Zu allererst die Ursachen finden: Warum fordert der Hund Aufmerksamkeit? Manchmal wollen Hunde einfach so Aufmerksamkeit erregen und die Beachtung ihres Lieblingsmenschen ist ihnen Lohn genug. Das liegt dann meist an Erziehungsfehlern, wenn das Verhalten sich verselbstständigt und immer schlimmer wird. Es empfiehlt sich dennoch, kurz inne zu halten und zu überlegen, ob der Hund nicht womöglich einen anderen Grund hat, auf sich aufmerksam zu machen. So zeigen Vierbeiner, die sich unterfordert fühlen, sich langweilen und nicht genug ausgelastet sind, oft destruktives, unerwünschtes Benehmen, weil sie nichts Besseres zu tun haben und merken, dass sie damit eine Reaktion Ihrerseits bewirken, was die Langeweile in dem Moment unterbricht.

Wirkt Euer Hund jedoch zusätzlich sehr gestresst und panisch, vor allem, wenn Ihr ihn alleine lasst, kann auch eine Trennungsangst dahinter stecken, auf die er aufmerksam machen will. Darüber hinaus versuchen kranke oder verletzte Tiere, ihre Schmerzen zu verbergen, sodass sich ihr Leid gelegentlich nur als Verhaltens- oder Wesensveränderung äußert. Solltet Ihr demnach Zweifel daran haben, ob Euer Vierbeiner wirklich nur nach Beachtung heischt oder er damit etwas mitteilen möchte, geht vorsichtshalber zum Tierarzt und lasst ihn durchchecken.

2.) Kennenlernen auf neutralem Boden

Oftmals hilft es, wenn der Hund den neuen Partner zuerst auf neutralem Boden kennenlernt, bevor er direkt im eigenen Heim mit dem neuen Menschen konfrontiert wird. So hat er nicht gleich das Gefühl, dass der Mensch in „sein Reich“ eindringt, oder ihm etwas wegnehmen will.

3.) Alternativen für unerwünschtes Verhalten bieten

Wenn Ihr Eurem Hund beibringt, was er nicht darf, solltet Ihr ihm stets eine Alternative für erwünschtes Verhalten bieten. Sonst weiß Euer Vierbeiner nicht, wie er sich benehmen soll und ist verunsichert. Bringt ihm etwa bei, dass er auf seinem Kauknochen herumnagen und mit seinem Spielzeug toben darf, Papier, Schuhe und Möbelstücke aber in Ruhe lässt. Belohnt ihn, wenn er sich in sein Körbchen zum Ausruhen legt, anstatt aufs Sofa zu springen.

4.) Unerwünschtes Verhalten ignorieren, gutes Benehmen belohnen

Die alternativen Verhaltensweisen könnt Ihr Eurem Hund beibringen, indem Ihr konsequent jedes schlechte Benehmen ignoriert und jedes gute Benehmen belohnt. Wenn Euer Vierbeiner an Euch hochspringt, wendet Euch ab und beachtet ihn nicht, auch nicht mit einem kleinen Seitenblick. Sobald er ruhig mit allen vier Pfoten am Boden stehenbleibt oder sich hinsetzt, streichelt und lobt ihn, gebt ihm vielleicht auch ein Leckerli. Er bekommt dann Aufmerksamkeit für erwünschtes Verhalten und wird – durch negative Verstärkung – mit dem Entzug von Beachtung bestraft, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Dabei ist es wichtig, dass Ihr wirklich konsequent bleibt und zwar für immer. Gebt Ihr auch nur einmal nach, lernt Euer Hund, er muss nur lange genug nerven, dann bekommt er, was er will. Das Verhalten kann sich infolgedessen sogar noch verschlimmern. Traut Ihr es Euch alleine nicht zu, die Regeln so streng einzuhalten, holt Euch sich Hilfe von einem erfahrenen Hundetrainer oder Tierpsychologen.

5.) Hund artgerecht beschäftigen und Langeweile vermeiden

Wurde Euer Hund konsequent erzogen und ist kerngesund, ist wahrscheinlich Langeweile Schuld daran, dass er Aufmerksamkeit penetrant einfordert. Da hilft nur, ihn angemessen zu beschäftigen, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Bringt ihm zum Beispiel ein Futter- oder Intelligenzspiel mit, fangt einen Hundesport an oder bringt ihm Tricks bei. Die Beschäftigungen sollten selbstverständlich stets an Wesen, Temperament, rassetypischen Merkmale und Vorlieben Ihres Hundes angepasst sein und weder zu anstrengend noch zu einfach sein.