Gassi gehen will gelernt sein. Der eine will in die Richtung, der andere in die andere Richtung. Mal geht’s zu schnell, mal zu langsam. Also: auch beim Gassi gehen muss man seinen Hund ein wenig erziehen. Erst dann verläuft der Spaziergang entspannt. Wir haben die passenden Tipps für Euch, die Ihr beachten solltet:

Tipp 1: Es muss klar sein, wer führt

Wenn der Hund merkt, dass es bei Euch interessant ist, dass Ihr aufmerksam seid, Ihr beim Gassi gehen die Führung übernehmt und dass Ihr selbst auch Spaß an der gemeinsamen Runde habt, wird sich dies deutlich auf Eure Bindung auswirken. Und Ihr werdet Eurem Hund mit solch einem Spaziergang nicht nur besser auslasten, sondern nach einer Weile auch deutlich merken, dass Euer Hund unterwegs mehr „bei dir“ ist – denn wenn Ihr spannende Dinge initiiert, sind fremde Hunde oder auch Kaninchen nur noch halb so spannend.

Tipp 2: Gassi gehen in der Stadt vs. Gassi gehen auf der Wiese

Zum Lernprogramm gehören auch Spaziergänge in der Stadt oder an stark befahrenen Straßen. Plötzlich tauchen „Probleme“ wie Laternenpfahle, Müll und andere Hunde auf. Wichtig ist: Keine Situation auslassen und dem Hund Zeit zum Kennenlernen und Gewöhnen geben. So gewöhnt er sich an ein entspanntes Vorbeilaufen an Radfahrern und Joggern oder anderen Hunden.

In der Natur gibt es z.B. sicher irgendwo einen Baumstamm oder einen dicken Ast, der auf dem Boden liegt. Hier hat man gleich ganz viele Möglichkeiten, den Hund vom Kopf her zu beschäftigen:

  • Lasst den Hund darüber springen oder je nach Größe darüber balancieren. Springt mal mit ihm zusammen, dann wieder steht Ihr an der Seite und schickt ihn von einer Seite zur nächsten.
  • In einem Baumstamm – egal ob liegend oder noch als Baum stehend – könnt Ihr wunderbar kleine Leckerlis in der Rinde verstecken.

Wenn Ihr weitergeht, könnt Ihr ein paar Geduldsübungen einstreuen.

  • Dazu lasst Ihr Euren Hund sitzen oder abliegen, während Ihr weitergeht.
  • Dann ruft Ihr ihn wieder zurück und freut Euch riesig über das Wiedersehen. Immer dran denken: Es soll alles mehr ein Spiel sein als ein Training.
  • Ihr könnt Euren Hund auch warten lassen, ein Spielzeug verstecken und ihn dann erst losschicken.

Legt vielleicht auch mal eine kurze Laufstrecke ein, rennt, hüpft – und seid albern. Hunde lieben das und sind meist begeistert dabei.

Tipp 3: Den Hund für Geräusche desensibiliseren

Bei  Unsicherheit des Hundes, kann durchaus mit Geräuschen gearbeitet werden. Füllt eine kleine Dose mit Leckerlis und klappert in einer ruhigen Umgebung mit dem Behälter. Orientiert sich der Hund daran, könnt Ihr den Behälter öffnen und ihm ein Leckerli geben. Das Geräusch wird recht schnell zum Signal, das Spaß und Belohnung verspricht.

Verknüpft der Hund den Behälter – und das laute Klappern – positiv, könnt Ihr in der Nähe von unbekannten Geräuschen trainieren. Wichtig ist es, die Lautstärke behutsam zu steigern oder die Entfernung von der Geräuschquelle zu reduzieren. Ihr solltet Euren Hund sofort belohnen, wenn er entspannt bleibt. Ist der Hund ängstlich, vergrößert die Distanz zum Geräusch wieder.

Tipp 4: Leinenführigkeit im Welpenalter lernen

Ab dem ersten Tag in seinem neuen zu Hause, sollte ein Welpe lernen entspannt an der Leine zu laufen. So werden spätere Probleme beim Gassi gehen von Anfang an unterbunden. Es ist ein Muss mit dem Welpen regelmäßig (auch kurz) Gassi zu gehen, damit er seine Umwelt kennen lernt und seine  Schreckhaftigkeit verliert.

Tipp 5: Richtungswechsel

Der Hund bevorzugt bei jedem Spaziergang seine eigene Richtung. Macht man ihm aber klar, wohin es geht wird ihm das Spiel irgendwann zu anstrengend und er passt sich dem Herrchen an. Versucht der Hund eine andere Richtung einzuschlagen oder an der Leine zu ziehen, sollte der Besitzer einfach stehen bleiben und erst weiterlaufen, wenn er wieder die volle Aufmerksamkeit des Hundes hat.

Tipp 6: Hilfsmittel

  • Geschirr statt Halsband verwenden
  • Keine Flexi-Leinen verwenden sondern normale Leinen
  • Mit Klicker oder Leckerlis korrektes Verhalten belohnen
  • Ein sogenanntes „Halti“ kann die Leinenführigkeit erleichtern

 

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